Text Zürcher Textanalyseraster (Nussbaumer & Sieber 1994)


0

Korrelate / Bezugsgrössen

A

Sprachsystematische & orthographische Richtigkeit

ars recte dicendi

B

Angemessenheit


ars bene dicendi

 

B 1.

Funktionale Angemessenheit
Verständlichkeit/Kohärenz

B 2.

Ästhetische Angemessenheit

B 3.

Inhaltliche Relevanz



0

Bezugsgrössen/Korrelate
 

 

0.1

Textlänge. token-Zahlen

0.1.1

Buchstaben

0.1.2

Wortformen

0.1.3

Teilsätze

0.1.4

Ganzsätze

 

0.2

types-Zahlen

0.2.1

Lexeme

0.2.2

grammatische Kategorien

0.2.3

Teilsätze (Satzbaupläne)

0.2.4

Ganzsätze

 

0.3

Charakterisierung des Wortschatzes:

Grundwortschatz/Nicht-Grundwortschatz

 

0.4

Charakterisierung der Syntax:

einfach/komplex; normal/ausgefallen

 

0.5

Charakterisierung der Kohäsionsleistung:

viel/wenig; einfach/schwierig

 

0.6

Charakterisierung der Komplexität des Themas sowie der Behandlung des Themas im Text


A

Sprachsystematische und orthographische Richtigkeit
 

 

O

Orthographie

 

I

Interpunktion

 

M

Morphologie

 

SY

Syntax

 

T

Textbau/Satzverknüpfung

 

SA

Semantik von Inhaltswörtern/Autosemantika

 

SS

Semantik von Funktionswörtern/Synsemantika

 

SK

Semantik komplexer Ausdrücke (komplexe Wörter, Wortgruppen, Sätze)


B

B.1

Funktionale Angemessenheit: Verständlichkeit/Kohärenz
 

 

B.1.1

Gesamtidee, Thema, Absicht des Textes

 

 

1.1.1

In welchem Masse lässt sich im Text eine Gesamtidee erkennen, die den einzelnen Textteilen ihren Ort zuweist?

 

 

1.1.2

Welches ist diese Gesamtidee?

 

 

1.1.2

Entspricht die Gesamtidee der Aufgabenstellung (wie sie z.B. durch den Titel markiert sein kann)?

 

B.1.2

Aufbau, Gliederung (Textmakrostruktur)

 

 

 

Hat der Text eine der Gesamtidee entsprechende Gliederung? Welches sind die einzelnen Glieder?

 

 

1.2.1

Innere Gliederung

 

 

1.3.1

Äussere Gliederung (graphisch mittels Absatz, Spiegelstrich u. ä.)

 

B.1.3

Thematische Entfaltung

 

 

1.3.1

Lässt sich in der thematischen Entfaltung eine Logik hinter dem Text rekonstruieren? (Texthintergrundslogik THL)

 

 

1.3.2

Zeigt sich in der thematischen Entfaltung eine Logik im Text selbst? (Textvordergrundslogik TVL)

 

B.1.4

Grad an Implizitheit/Explizitheit

 

 

1.4.1

Ist der Text so implizit wie möglich?

 

 

1.4.2

Ist der Text so explizit wie nötig?

 

B.1.5

Ausdrücke der Rezipientenführung

 

 

1.5.1

Metakommunikative Elemente

 

 

1.5.2

Kohäsionsmittel (Verweis-, Verknüpfungsmittel: Pronomen, Konjunktionen, Konjunktionaladverbien u.a.; textstrukturierende Mittel, Wortstellung)

 

 

1.5.3

Graphische Mittel (Unterstreichung, Schriftauszeichnung u. ä.)

 

 

1.5.4

Explizite Nennung von Produzent und Rezipient; Markierung des Standpunktes des Produzenten

 

B.1.6

Angemessenheit der Sprachmittel (Sachadäquatheit, Funktionsadäquatheit, Ususadäquatheit)

 

 

1.6.1

Interpunktion

 

 

1.6.2

Wortformen-, Phrasen- und Satzbau

 

 

1.6.3

Textbau

 

 

1.6.4

Wahl von Inhaltswörtern/Autosemantika

 

 

1.6.5

Wahl von Funktionswörtern/Synsemantika

 

 

1.6.6

Semantik komplexer Ausdrücke

 

 

1.6.7

Registerwahl

 

B.1.7

Erfüllung von Textmusternormen

 

 

B.2

Ästhetische Angemessenheit: Besondere formale Qualitäten
 

 

B.2.1

Sprachlich-formales Wagnis

 

B.2.2

Qualität der Sprachmittel (Attraktivität/Repulsivität)

 

 

2.2.1

Wortwahl

 

 

2.2.2

Satz- und Textbau

 

 

2.2.3

Rhythmus

 

 

2.2.4

Registerwahl, Tonlage

 

 

B.3

Inhaltliche Relevanz: Besondere inhaltliche Qualitäten
 

 

B.3.1

Inhaltliches Wagnis

 

B.3.2

Inhaltliche Wegqualität (Attraktivität/Repulsivität)


Literatur

Nussbaumer, Markus & Sieber, Peter (1994) Texte analysieren mit dem Zürcher Textanalyseraster. In: Sieber, P. (Hg.) Sprachfähigkeiten - Besser als ihr Ruf und nötiger denn je! Aarau u.a., 141-186