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Universalgrammatische Forschungen zielen auf die Entdeckung und Beschreibung möglichst universeller Aspekte. Da sich die Sprachen jedoch z.T. grundlegend voneinander unterscheiden, muß es auch eine Möglicheit geben, um auf der Grundlage universeller Eigenschaften aller Sprachen die jeweils sprachspezifischen zu beschreiben. Ein Verfahren, um dieser Vielfalt gerecht zu werden, ist die Annahme von Parametern. So unterteilt man die Sprachen z.B. nach der Stellung von Subjekt, Verb und Objekt u.a. in folgende Gruppen: SVO (z.B. Englisch) - SOV (z.B. Türkisch); Deutsch läßt sich mit seiner unterschiedlichen Wortstellung für Haupt- und Nebensätze nicht so einfach einordnen. Parameter sind besonders für L1- und L2-Erwerb interessant, da angenommen wird, daß wichtige strukturelle Eigenschaften in den Sprachen nicht wahllos variieren, sondern in geordneten Clustern auftreten, die durch einen Parameter getriggert werden. Die Sprachen zerfallen nach ihrer Anordnung von head und complement in
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In einer head-initial-Sprache folgen Verbkomplemente (direkte Objekte und subkategorisierte Präpositionalphrasen) dem Verb, Nominalkomplemente (Relativsätze oder Appositionen) folgen dem Nomen, Präpositionalkomplemente folgen der Präposition. In einer head-final-Sprache gehen sie diesen Elementen dagegen voraus. Es wird nun angenommen, daß die durch einen Parameter getriggerten strukturellen sprachspezifischen Eigenschaften nicht gelernt werden müssen, sondern auf der Basis des genetisch angelegten sprachlichen Wissens mit der Festlegung eines Parameters (parameter setting) automatisch zur Verfügung stehen. Für Englisch als head-initial-Sprache genügt es also, daß ein Kind im Spracherwerb den head-position-Trigger anhand einiger einfacher Sätze in die head-initial-Stellung setzt, um alle mit dem Parameter zusammenhängenden Eigenschaften automatisch mitzuerwerben. Deshalb spielt das Lernen in universalgrammatischen Spracherwerbstheorien eine absolut untergeordnete Rolle. (→ Core & Periphery) |
Die zwei Diagramme unten zeigen beispielhaft die Struktur einer head-initial-Sprache (Französisch, links) und einer head-final-Sprache (Deutsch, rechts). Man sieht, daß I und VP sowie V und NP in den beiden Diagrammen vertauscht sind. Für das Deutsche wird eine tiefenstrukturelle Verbendstellung angenommen. Während die geradlinige head-initial-Struktur des Französischen elegant wirkt, erscheint die head-final-Struktur des Deutschen verschachtelt und UG-ferner: | |
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