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Tempus: Präteritum-Perfekt-Plusquamperfekt Verwendungen (Dieling 1980)

Einzelaspekte: Artikel / Tempus | Wortstellung

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Lehrschwierigkeiten DaF als Ausgangspunkt der Analyse
Problem Polyfunktionalität der Tempusformen: keine Isomorphie zwischen Ausdrucks- & Inhaltsebene -> prinzipiell keine einheitliche Bedeutung einer Tempusform
Formales Beschreibungssystem auf der Grundlage von Wunderlich 1970: das jeweilige Verhältnis von Aktzeit - Betrachtzeit - Sprechzeit


Empirische Studie

Verteilung der Tempora auf verschiedene Klassen von Kommunikationsereignissen:

  • primäre Rezeption:
    • akustisch: Perfekt höher
    • otpisch: Perfekt niedriger
  • Zahl der Empfänger:
    • genau strukturiert/begrenzt: Perfekt höher
    • unstrukturiert/unbegrenzt:


Kommunikationstyp:

Prät. = %

Perf. = %

Erzählende Prosa

2.637 = 92,7%

209 = 07,3%

Zeitungen

1.603 = 81,6%

362 = 18,4%

Briefe

1.323 = 60,4%

869 = 39,6%

Ansprachen

282 = 58,1%

203 = 41,9%

Freie Gespräche

332 = 40,7%

483 = 59,3%


Besonderheiten:

2. Person Singular

bei Vollverben fast nie im Präteritum

Hilfs- & Modalverben

im Gespräch nur selten im Perfekt
-> da sie einen hohen Anteil an den Verbformen stellen & häufig im Präteritum vorkommen
-> Anteil der Vollverben mit Perfekt real höher


Literatur Dieling, Klaus (1980) Präteritum, Perfekt und Plusquamperfekt. In: DaF 4/80, 231-235

 

W. Grießhaber 2003