Präpositionen « |
Wortart | Pragmatik: Basis / Bezugsgrössen / Relationen: elementar / komplex / kombiniert / Algorithmus komplett | Topologisch: Modell Wunderlich 1982 | Türkisch: Grundlagen | Literatur |
Funktion |
Präpositionen sind Mittel zur Prozessierung propositionaler Gehalte. Sie stellen eine Relation zu einem Bezugsobjekt her.
Die Blumen sind in der Vase.
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Speziell die lokal relationierende ⇒ operative Prozedur weist den Hörer an, ein zu lokalisierendes Objekt LO in eine Relation zu einem Bezugsobjekt BO zu setzen (s. Abbildung oben), und instruiert ihn gleichzeitig darüber, in welchem Verhältnis die beiden Objekte zueinander stehen. Dieses Verhältnis wird im Deutschen durch die Präposition selbst, den von ihr regierten Kasus sowie eventuell verwendete Verben bestimmt. Die Relationierung wirkt auf das Bezugsobjekt ein, ist also hinsichtlich LO und BO richtungsabhängig. Die Relationierung ist nicht auf lokale Sachverhalte beschränkt, sondern kann sich sowohl auf lokale als auch auf temporale oder abstrakte Sachverhalte beziehen. Verkürzend wird im folgenden von 'lokalen' Präpositionen gesprochen, auch wenn genauer von der Verwendung einer Präposition in der lokal relationierenden Prozedur gesprochen werden müßte. | ||
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'Π-Bereich' |
Die In-Beziehung-Setzung propositionaler Gehalte operiert nicht unmittelbar auf der wahrnehmbaren Wirklichkeit, sondern auf sprachlich gefaßten Wissenselementen über einen Wirklichkeitsausschnitt. Die im Kopf von Sprecher (ΠS) und Hörer (ΠH) im Kontext der jeweiligen gesellschaftlichen Praxis widergespiegelte Wirklichkeit (P) wird bei der Verbalisierung in Sprache umgesetzt (p) (s. Abbildung unten; zu den komplexen psychischen Verarbeitungsprozessen bei der Wahrnehmung räumlicher Objekte s. Gosztonyi 1976). | ||
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Ehlich, Konrad & Rehbein, Jochen (1986) Muster und Institution. Untersuchungen zur schulischen Kommunikation. Tübingen: Narr |
© W. Grießhaber 2005-2008 |