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Allgemein |
Glieder assoziativer Art bieten sich weder in bestimmter Zahl noch in bestimmter Ordnung dar. |
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Anordnung & Anzahl unbestimmt |
"Wenn man schmerz-lich, lieb-lich, fried-lich usw. assoziiert, so kann man nicht von vornherein sagen, wie groß die Anzahl der Wörter sein wird, die das Gedächtnis darbietet, noch in welcher Ordnung sie auftreten. Ein gegebenes Glied ist wie der Mittelpunkt einer Zusammenstellung, der Punkt, an dem andere, damit zusammengeordnete Glieder zusammentreffen, deren Summe unbestimmt ist." (S. 151) |
Anordnung bestimmt |
Das Merkmal der unbegrenzten Anzahl kann bei Gliedern assoziativer Art auch fehlen, z.B. Flexionsparadigmen: "Im Lateinischen haben wir bei dominus, domini, domino usw. eine assoziative Gruppe, die gebildet ist durch ein gemeinsames Element, dem Nominalstamm domin-; aber die Reihe ist nicht unbegrenzt, wie diejenige bei Belehrung, Erklärung usw.; die Zahl der Kasus ist bestimmt; jedoch ist ihre Aufeinanderfolge nicht nach Abständen angeordnet, und nur durch einen rein willkürlichen Akt gruppiert der Grammatiker sie lieber auf die eine als auf die andere Weise; für das Bewußtsein der sprechenden Personen ist der Nominativ keineswegs der erste Fall der Deklination und die Glieder können je nach der Sachlage in dieser oder jener Reihenfolge sich einstellen." (S. 151) |
Saussure, Ferdinand de (19672) Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft. Berlin: de Gruyter |
W. Grießhaber 2003-2005 |