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Universal Grammar: LAD im ZSE | Syntax: Basics - Parameter | Parameter | Markedness / → Chomsky | → Felix |
UG & Markedness / Core & Periphery (White) | |
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In der UG-Theorie wird angenommen, daß es einen 'Kern' ('core') universeller sprachlicher Eigenschaften gibt, der für alle menschlichen Sprachen gilt. Zusätzlich dazu gibt es eine 'Peripherie' ('periphery') sprachlicher Eigenschaften, die sprachspezifisch sind und sich von Sprache zu Sprache unterscheiden. (→ Chomsky) Ein Beispiel für periphere Erscheinungen ist z.B. die starke irreguläre Präteritumsbild deutscher Verben: Die sozusagen abweichend geregelten Erscheinungen sind 'markiert' im Gegensatz zu den universellen, unmarkierten Regularitäten. |
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Es wird nun weiter angenommen, daß es auch innerhalb des Kerns Erscheinungen gibt, die markiert sind. Insbesondere → Parameterwerte des Kerns können markiert oder unmarkiert sein. So können einzelne Parameter einen voreingestellten Default-Wert haben. Der L1-Erwerb beginnt dann mit diesem 'unmarkierten' Startwert. Erst wenn das Kind in der Sprache positive Evidenz dafü,r findet, daß der Parameter anders gesetzt werden muß, wird der entsprechend gesetzt. |
Core & Periphery im L2-Erwerb (White) |
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Für den Zweitspracherwerb kann man nun annehmen, daß der Lerner dort, wo die L2 eine Parameterwahl ((U and M) in der Grafik) innerhalb des Kerns erfordert, der L2-Lernprozeß mit der unmarkierten Parametersetzung (GU in der Grafik) beginnt. Es wird also eine Regel wie die folgende angenommen: Unmarkierte Phänomene werden vor markierten erworben |
Eine strengere Annahme geht davon aus, daß immer mit dem unmarkierten Parameterwert der L2 begonnen wird, auch dann, wenn die L1 dafür einen markierten Wert besitzt. |
Forschungsergebnisse (White) |
Empirische Untersuchungen dieser Annahmen erbrachten keine zwingenden Belege für ihre Wirksamkeit. |
White, Lydia (1989) Universal Grammar and Second Language Acquisition. Amsterdam u.a.: Benjamins |
© W. Grießhaber 2002-2004 |