Zu Pienemann: Teachability Hypothesis
empirische Überprüfung


Analysedesign:

empirische Untersuchungen mit folgendem Design:

(a) Ermittlung der bereits erreichten L2-Erwerbsstufe

(b) Unterrichtliche Vermittlung von Regeln, die hinter dem erreichten Erwerbsstand liegen

(c) Überprüfung des Erfolgs der unterrichtlichen Vermittlungsbemühungen in freien Gesprächen, d.h. nicht durch formale Tests


x+1 -> x+3 ?:

Grundschulkinder auf den Stufen X bis X+2 wurden in variablen Bereichen (Kopula) und stufengebundenen Bereichen der Stufe X+3 (Subjekt-Verb-Inversion) unterrichtet.


Resultate:

bei sehr großem Abstand (X -> X+3) hat die Instruktion keinen Effekt

bei großem Abstand (X+1 -> X+3) führt die Vermittlung zu Verunsicherung und Verminderung bereits verwendeter Strukturen

bei kleinem Abstand (X+2 -> X+3) kann die Vermittlung zum Erwerb führen


Interview-Nr.

Stufe

1

2

U.

3

U.

4

5

6

Carmine

X

/

0.

COP

0.

INV

0.

/

/

Monica

X+1

/

0.56

COP

0.53

INV

0.11

/

/

Mimmo

X+2

0.08

0.07

COP

0.17

INV

0.15

0.28

/

Teresa

X+1

0.20

0.25

COP

0.24

INV

0.06

/

/

Giovanni

X+2

0.13

0.14

COP

0.18

INV

0.11

/

/


Pienemann (1998) Language Processing . . . p. 267f;
weitere Literatur zur Processabilityhypothese