ZSE UG: Wortstellungsregeln nach Schulen
Resultate: deutsche Schüler (Felix 1993)


Deutsche Schüler (Gesamttest)
dt-gesamt

Obwohl angenommen wird, daß die Schüler die getesteten Wortstellungsregularitäten schon erworben haben, erreichen sie im Test nicht 100%. Gründe:
(1) die Kompetenz wird über die Performanz ermittelt, die Schwankungen unterliegt; auch Erwachsene erreichen in der Regel nur etwa 90% bis 95%.
(2) Schüler sind möglicherweise mit dem linguistisch-technischen Konzept der Wohlgeformtheit überfordert, so daß sie einen Satz auch aus nicht-grammatischen Überlegungen heraus ablehnen.


Deutsche Schüler (Gesamttest ohne Distraktoren)
dt-netto

Bei Ausschluß der (syntaktisch korrekten) Distraktorsätze steigt der Mittelwert der Rosegger-E Schüler um 5% auf ein akzeptables Niveau.
D.h. diese Schüler hielten häufiger als die übrigen grammatisch korrekte Sätze für unakzeptabal. Gerade dies kann auch an außersprachlichen Einschätzungen liegen, z.B. der Beurteilung des verfügbaren Taschengelds von 5 DM.
Die Schüler verfügen insgesamt über die einem Erwachsenen entsprechende muttersprachliche Kompetenz.


Literatur

Felix, Sascha W. (1993) Psycholinguistische Unterschungen zur zweisprachigen Alphabetisierung. Gutachten im Auftrage der Berliner Senatsverwaltung für Schule, Berufsbildung und Sport. Berlin: Bibliothek für bildungsgeschichtliche Forschung.
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