NeueMedien-Logo Algorithmische Ablaufstrukturen


Algorithmus

Kern jeden Computerprogramms sind algorithmische Ablaufstrukturen:

  1. Start des Programm(teils)
  2. Deklaration einer Variablen (hier: x) & Zuweisung eines Werts (hier: 5)
  3. Vorschrift für eine Rechenoperation (hier: Addition von 1 zu x)
  4. Prüfung, ob eine Bedingung erfüllt ist (hier: ist die Variable x > 20)
     
    1. Bei Nichterfüllung der Bedingung (x ≤ 20), zurück zu Schritt 2 (hier: Addition von 1 zu x)
    2. Bei Erfüllung der Bedingung (x > 20), weiter mit einem anderen Unterprogramm

Mit solchen Strukturen kann z.B. erreicht werden, daß eine Übung eine bestimmte Anzahl lang gemacht wird, bis etwa eine Rechtschreibregel dreimal ohne Fehler bewältigt wurde.

Geschlossene (Lern-)Programme engen den Nutzer stark ein, sie geben ihm außer der Möglichkeit der Programmbeendigung nur jeweils eine weitere Option und schicken ihn in Abhängigkeit seiner Eingabe und der einprogrammierten Auswertungsoptionen in bestimmte Wiederholungsschleifen oder neue Schritte. Die Programme sind sehr unflexibel und schnell langweilig.
Die Lerneinheiten müssen dabei in möglichst kleine Schritte zerlegt werden, die jeweils nur eine neue Informationseinheit beinhalten. (Beispiel: Reasoning Skills)
Solche Programme haben typischerweise eine kommandozeilenorientierte Benutzeroberfläche, wie z.B. das alte 'MS-DOS'.

Offene (Lern-)Programme sind modular aufgebaut und geben dem Nutzer möglichst immer mehrere Optionen, so daß der Nutzer auf eine Art Entdeckungstour durch eine Lernlandschaft gehen kann. Diese Programme müssen meist ohne eine klare Bewertung der Lernereingaben auskommen, da das Lernerverhalten nicht ausreichend genau vorausgesehen und/oder vorprogrammiert werden kann.
Bei diesen Programmen können komplexe Informationen bereitgestellt werden.
Solche Programme haben typischerweise eine grafische Benutzeroberfläche, wie sie mit dem Macintosh einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.


Literatur

Bauer, Friedrich L. & Goos, Gerhard (1971) Informatik. Eine einführende Übersicht. Erster Teil. Heidelberg u. New York: Springer
Schmitz, Ulrich (1992) Computerlinguistik. Eine Einführung. Opladen: Westdeutscher Verlag
Weingarten, Rüdiger (1989) Die Verkabelung der Sprache. Grenzen der Technisierung von Kommunikation. Frankfurt/M.: Fischer
Weitere Literatur