|
Entwicklung / Zugänge | Konstruktionen: vertikale / horizontale / Anpassung | Kaltenbacher Verbstellung: Tabelle / synth. / analyt. | Konnexionismus: Elsen | Konstruktivismus: Tomasello | UG: Clahsen / Pienemann |
Grundannahme |
Beim L1- und L2 Erwerb interagieren drei Komponenten, nämlich:
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||
L1-Erwerb Bezug zu → Clahsen 1982 |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||
L2-Erwerb |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||
Unterschiede im |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||
Vergleich L1-L2 Erwerb |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||
Anmerkung |
Der fehlerfreie Erwerb der Nebensatz-V-Endstellung spielt bei Pienemanns Argumentation zu den Gemeinsamkeiten und Unterschieden im L1- und L2-Erwerb des Deutschen eine zentrale Rolle. Aufgrund des frühen Erwerbs der V-Endstellung als grundlegender Wortstellung im L1-Erwerb können L1-Lernern in nur zwei Schritten zur NS-V-Endstellung gelangen, während L2-Lerner mit einer nicht so gut passenden Ausgangslage fünf Schritte benötigen. Er schreibt z.B.: Die bei den von Clahsen 1982 untersuchten drei Kindern festgestellte absolut fehlerfreie Verbendstellung des Finitums in Nebensätzen (Stufe V) wurde in der Folgezeit in weiteren empirischen Untersuchungen nicht bestätigt. Andere Kinder variieren bei der Produktion von Nebensätzen durchaus mit der Wortstellung. Günther 1984 bezweifelt Clahsens Erklärung für die Satzendstellung als Rückgriff auf die vorher in Phase III verwendete, d.h. erworbene, Verbendstellung. |
Clahsen, Harald (1982) Spracherwerb in der Kindheit. Eine Untersuchung zur Entwicklung der Syntax bei Kleinkindern. Tübingen: Narr |
W. Grießhaber 2004-2005 |