Basis |
empirische Longitudinalstudie eines einsprachig aufwachsenden Mädchens; sehr umfangreiche Tondokumentation von den ersten Lauten im 4. Monat bis zu 8 Jahren; bis zu 2;5 Jahren tägliche Tagebuchnotizen
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Annahmen |
- Strukturerwerb ist Ergebnis aktiver Informationsverarbeitung
- kein angeborener → LAD, sondern Sensibilität gegenüber Sprache
- gegenseitige Beeinflussung der Bereiche (Lexikon, Morphologie, ...)
- Widerspruch zu der von der UG postulierten modularen Unabhängigkeit
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Resultate |
- Erwerb des Verblexikons nichtlinear (kontinuierliche Datenerhebung)
- zunächst Dominanz irregulärer Verben
- Übergeneralisierungen (geh-te) & Lexikonumfang steigen parallel
- Irregularisierungen regulärer Verben relativ spät
- Wellenartiges Auftreten von Übergeneralisierungen (→ Partizipien)
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eigenaktiver Struktur- erwerb |
- Strukturerwerb setzt Mindestquantität analysierbarer Items voraus
- Input anfags einfach – kurze Sätze
- Aufmerksamkeits- & Verarbeitungsspanne zunächst niedrig
- Zunächst grundsätzliche Informationen: Nomen, Verb, Singular. …
- Dann Verarbeitung komplexer Sätze
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Syntaxerwerb |
- zwei parallele Prozesse:
- Erwerb ganzheitlicher Schemata (Typen (Feilke), Idiome, Formeln), holistische Einheiten)
- regelbasierte analytische Bildungen (durch Zerlegung der Schemata)
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