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Konnexionismus Konnexionismus (Elsen 1999)

Konnexionismus: Grundlagen / Netzwerk / Segmentierung / WO-Fragen / Verben: kumulativ / reg.-irreg. / Formen | Plural


Basis

empirische Longitudinalstudie eines einsprachig aufwachsenden Mädchens; sehr umfangreiche Tondokumentation von den ersten Lauten im 4. Monat bis zu 8 Jahren; bis zu 2;5 Jahren tägliche Tagebuchnotizen

 

Annahmen

  • Strukturerwerb ist Ergebnis aktiver Informationsverarbeitung
  • kein angeborener → LAD, sondern Sensibilität gegenüber Sprache
  • gegenseitige Beeinflussung der Bereiche (Lexikon, Morphologie, ...)
  • Widerspruch zu der von der UG postulierten modularen Unabhängigkeit
 

Resultate

  • Erwerb des Verblexikons nichtlinear (kontinuierliche Datenerhebung)
  • zunächst Dominanz irregulärer Verben
  • Übergeneralisierungen (geh-te) & Lexikonumfang steigen parallel
  • Irregularisierungen regulärer Verben relativ spät
  • Wellenartiges Auftreten von Übergeneralisierungen (→ Partizipien)
 

eigenaktiver
Struktur-
erwerb

  • Strukturerwerb setzt Mindestquantität analysierbarer Items voraus
  • Input anfags einfach – kurze Sätze
  • Aufmerksamkeits- & Verarbeitungsspanne zunächst niedrig
  • Zunächst grundsätzliche Informationen: Nomen, Verb, Singular. …
  • Dann Verarbeitung komplexer Sätze
 

Syntaxerwerb

  • zwei parallele Prozesse:
  • Erwerb ganzheitlicher Schemata (Typen (Feilke), Idiome, Formeln), holistische Einheiten)
  • regelbasierte analytische Bildungen (durch Zerlegung der Schemata)

Literatur

Elsen, Hilke (1999) Ansätze zu einer funktionalistisch-kognitiven Grammatik. Konsequenzen aus Regularitäten des Erstspracherwerbs. Tübingen: Niemeyer
Bates, Elizabeth A. & Elman, Jeffrey L. (1993) Connectionism and the study of change. In: Johnson, Mark (ed.) Brain Development and Cognition: A Reader. Oxford: Blackwell, 623-642