Zimmermanns Mehrschicht Modell
Zimmermann unterteilt den Unterrichtsablauf auf drei Ebenen, die sich jeweils teilweise überlappen. Ein Vermittlungsschritt kann demanch je nach Betrachtungsweise verschiedenen Lehrphasen zugeordnet werden.
Ausgangspunkt seiner Einteilung war die Beobachtung, daß Lehrgegenstände im allgemeinen zu wenig spezifisch und zu schnell vermittelt werden.
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Spracherwerb (acquisition of language) |
Sprachanwendung (application of language) |
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| Sprachaufnahme |
Sprachverarbeitung | |
| | Integrierungsphase |
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Insgesamt unterscheidet Zimmermann 5 verschiedene Phasen mit jeweils spezifischen Teilzielen und Teilaufgaben. Die Sprachverarbeitungsphase wurde in drei Teilphasen aufgespalten: |
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- Aufnahmephase (Präsentationsphase)
Unbekanntes Sprachmaterial wird in Kontexten (Situationen) präsentiert, dekodiert, imitiert und reproduziert
- Einübungsphase
Von besonderer Bedeutung im Anfangsunterricht; dient dem artikulatorischen Geläufigmachen von Strukturen
- Kognitivierungsphase
Einsichtverschaffende Lernsteuerungsimpulse als Ergänzung konditionierender Übungsverfahren
→ Grammatikvermittlung / → Signalgrammatik im FSU
- Transferphase (Üben in Minimalsituationen)
In der Transferphase soll die Anwendbarkeit von Strukturen, die Aktualisierbarkeit in neuen Situationen erleichtert werden.
- Anwendungsphase (Üben in Maximalsituationen)
Im Unterschied zur Transferphase wird nicht mehr von einer Struktur ausgegangen, um diese in mehreren Minimalsituationen zu üben, sondern von einer Maximalsituation (Dialog oder narrativer Text). Konzentration auf den Inhalt, nicht auf die (als gelernt vorausgesetzte) Form.
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Zimmermanns Modell beruht auf verschiedenen, nicht unproblematischen Annahmen. Zunächst wird angenommen, daß sich sprachliche Fertigkeiten in kleinste Einheiten zerlegen lassen, die dann jeweils für sich vermittlet und geübt werden können. Dann wird angenommen, daß langfristiges Lernen aus häufiger Verwendung resultiert. Psychologisch liegt dem ein Modell von Kurz- und Langzeitgedächtnis zugrunde. Mehrmalige Verwendung führt zur Fixierung einer Informationseinheit im flüchtigen Kurzzeitgedächtnis und schließlich zu dessen Überführung in das dauerhafte Langzeitgedächtnis. Ob dieser Mechanismus so allgemein für L2-Erwerb zutrifft, ist Gegenstand neuerer lernpsychologischer Forschungen.
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Eine schematische Anwendung des Modells über eine längere Zeit hinweg kann zu einer Monotonie führen. Deshalb sollte man auch das allgemeine Vorgehen hin und wieder variieren, um einer Langeweile vorzubeugen.
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