|
Basics | Prinzipien | Begriffe | Lehrbarkeit | Signalgrammatik | Literatur |
|
In der FS-Didaktik wird unausgesprochen oft unterstellt, daß mit den geeigneten und auf die Lernenden bezogenen Methoden im Grunde alles lehrbar sei. Ergebnisse der empirischen Erwerbsforschung nähren Zweifel an dieser These. Zusätzlich zu dieser grundsätzlichen Frage stellen sich einige weitere Fragen zum Stellenwert und Ertrag grammatischer Unterweisung im FS-Unterricht. |
Verfügbarkeit |
Kann im Unterricht gelerntes grammatisches Wissen überhaupt zu sprachlicher Kommunikation befähigen oder ist dazu unbewußt erworbenes intuitives Wissen erforderlich? Häufig klagen FS-Lehrkräfte darüber, daß Lernende die im Unterricht in den Übungen gerade noch korrekt angewandten Regeln im Anschluß an den Unterricht in wirklich freier Kommunikation mißachten (s. Zimmermann 1990, 92) |
Steuerbarkeit |
Ist der (Zweit-)Spracherwerbsprozeß durch lenkende Eingriffe beliebig beeinflußbar oder folgt er eigenen, festen Gesetzmäßigkeiten (wie z.B. die Universalgrammatik für den L1-Erwerb weitgehend annimmt)? |
Steuerung |
Wenn der L2-Erwerb systematisch beeinflußbar ist, in welcher Form und mit welchen Mitteln ist dies dann zu bewerkstelligen? |
Erwerbsreihen- folgen |
→ Pienemanns Arbeiten zeigen, daß es Bereiche gibt, die in einer bestimmten Reihenfolge erworben werden, für das Deutsche sind dies Regeln für die Stellung des finiten Verbteils; |
Variation |
andererseits gibt es Bereiche, in denen sich die Lerner teilweise sehr stark unterscheiden (→ Pienemann 'Hypothesis-Space'); |
Zimmermann, Günther (1990) Grammatik im Fremdsprachenunterricht der Erwachsenenbildung. Ergebnisse empirischer Untersuchungen. Ismaning: Hueber; weitere Literatur |
© W. Grießhaber 2004-2005 |