Aussprache |
Chinesisch lautlich in Dialekte aufgespalten: Hochchinesisch (Mandarin, 'guanhua') von ca. 70% gesprochen, weitere sieben Dialektgruppen
→ je nach Dialekt (L1) unterschiedliche Ausspracheprobleme
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Grammatische Morpheme |
Chinesisch bedient sich keiner Flexionsformen; deshalb bereitet die komplizierte Morphologie, besonders in der Anfangsphase, große Schwierigkeiten; sie müssen viel Zeit und Mühe darauf verwenden, die Morpheme zu beherrschen.
→ Problematisch ist insbesondere die Mehrdeutigkeit deutscher Morpheme, z.B das deutsche Morphem -er: bezeichnet:
- ein Wortbildungsmorphem: Lehrer, Sprecher
- ein grammatisches Morphem, das bezeichnet:
- das Geschlecht: der Mann (im Gegensatz zu die Frau, das Kind)
- den Kasus
- der Mann (Nominativ)
- der Frau, der Männer (Genitiv)
- der Frau (Dativ)
- die zweite Steigerungsstufe der Adjektive: reicher
Diese Mehrdeutigkeit kann das Verstehen erschweren, Bsp.:
Das haben die Kinder der Milchfrau erzählt.
"Unseren Studenten in China, die in den meisten Fällen in der Schule Englisch gelernt haben, fällt es auch schwer, Genus und Numerus und Kasus von Substantiven, starke, schwache und gemischte Deklination von Adjektiven usw. zu beherrschen und in natürlicher Weise beim Sprechen zu verwenden, auch wenn sie die grammatikalischen Regeln beherrschen." (S. 21) |
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Artikel |
stellt manchmal ein Problem dar; der Lerner ist sich nicht sicher, ob ein Artikel gebraucht werden soll oder nicht (→ Baur & Rehbein)
Auch das Genus bereitet Schwierigkeiten, da im Chinesischen andere Vorstellungen assoziiert sind, z.B. der Sonne (taiyang), die Mond (yuelinag). |
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Präpositionen |
Beispiel die chinesische Präposition zai:
sie ist ein Hinweis, daß sich etwas im engeren oder weiteren Umkreis eines Punktes befindet oder etwas geschieht, eine ubiquitäre Verwendung; verfeinerte Lagebezeichnungen ergeben sich im allgemeinen aus dem Kontext oder sind im Deutschen semantisch bedeutungslos: er arbeitet an / bei der Eisenbahn.
Zai läßt sich nicht leicht im Deutschen wiedergeben (→ Präpositionen im Deutschen). |
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Tempus |
Die verschiedenen → Zeitformen der deutschen Verben können sogar zu schlimmen Schnitzern führen. |
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Wortstellung |
Die deutsche → Wortstellung ist bekanntlich sehr schwer in Regeln zu fassen. Bezüglich des Verbs drei Stellungstypen: Zweit- Spitzen- und Endstellung gegenüber nur einer im Chinesischen: nach dem Subjekt. Interferenzbedingt kann ein deutschlernender Anfänger solche Sätze bilden:
*Heute ich gehe in die Stadt.
*Ich will fahren nach Peking.
*Ich gehe schwimmen, weil es ist schwül.
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Wortschatz |
Viele deutsche Wörter haben mehrere Bedeutungsvarianten, manche zehn, zwanzig und mehr; das Verb gehen hat 27 verschiedene Bedeutungen.
Wörter müssen in einem Kontext gelehrt und gelernt werden, am besten in bestimmten inhaltlichen Zusammenhängen.
Problematisch, wenn einem Wort der Muttersprache mehrere zielsprachliche Wörter entsprechen oder wenn in beiden Sprachen einige in der Bedeutung einander nahestehende Wörter vorhanden sind, deren semantische Struktur jedoch nicht völlig identisch ist, z.B. sprechen, sagen und reden, die alle mit dem chinesischen Verb shuo wiedergegeben werden können. |