Sichtweisen |
- Behaviorismus (→ Kontrastivhypothese) kontrastiert Strukturen der L1 und der L2
Fehler als mißglückter Transfer aus L1, mißlungene Lernprozesse
- Corder sieht L2-Erwerb als konstruktiven Prozeß des Hypothesentestens
Fehler ('errors') zeigen den Stand des Erwerbsprozesses, die vom Lerner aufgestellten Hypothesen über die L2 und seine Strategien und Verfahren
- Grießhaber 1990 analysiert Einflussprozesse zwischen L1 und L2 unter funktional-pragmatischen Gesichtspunkten
Rehbein & Grießhaber 1996 stellen fest, dass sich bei intensivem Sprachkontakt L1 und L2 verändern
Grießhaber 2007 stellt Veränderungen des Deutschen aufgrund innersprachlicher Entwicklungen ('Verfall der Kasusendungen' (Grimm)) und sprachkontaktbedingter Einflüsse fest; Abweichungen von der bisherigen Norm sind demnach nicht mehr unbedingt als Fehler, sondern als emergente neue Norm zu verstehen
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Vorgehen |
- Schritt 1: Identifizierung des Fehlers
- Schritt 2: Klassifizierung des Fehlers
- Schritt 3: Explikation des Fehlers
- Schritt 4: Vorbeugung / Therapie
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Kasper |
- Verfahren der Fehleranalyse: Schema zur Ermittlung von Fehlern (Kasper 1975)
- Language Transfer (Faerch & Kasper 1986)
- Pragmatische Aspekte der Lernersprache:
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Sprachpaare |
- Chinesisch → Deutsch: Niansheng 1984, Zhang 1982
- Englisch → Deutsch
- Italienisch → Deutsch: Serra Borneto 2001
- Russisch → Deutsch: Böttger (2008) Die häufigsten Fehler russischer Deutschlerner. Ein Handbuch für Lehrende. Münster u.a.: Waxmann
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Anwendungen |
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Tertiärsprachen |
- Fehleranalyse zur Ermittlung vorhergehender Sprachlernerfahrungen (L1, L2, …) beim Erlernen einer L3
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Kontextualisierte Sprachanalyse |
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