|
Feedback: Einführung /
Typen |
Reparieren: Distribution /
Verbalisierungsstrecke /
Paradox /
Korrigieren |
Phänomen |
Es ist kaum zu vermeiden, daß Lernende im Fremdsprachunterricht gegen zielsprachliche Normen verstoßen, d.h. Äußerungen mit einer fehlerhaften Stelle produzieren. Im Beispiel unten verwendet der Schüler Konny das progressive present ('is going') statt des simple present ('goes') und wird von der Lehrerin entsprechend korrigiert. |
Beispiel |
|
Definitionen |
Nach der interaktionalen Abfolge der Äußerungen lassen sich folgende Schritte unterscheiden (Rehbein 1978):
|
Interventions- formen |
In der empirischen Fremdsprachendidaktik werden die korrektiven Lehrerhandlungen in Schritt (2) oft danach klassifiziert, ob sie den Fehler offen korrigieren, den Lerner zu einer Selbstkorrektur mit oder ohne grammatische Informationen veranlassen oder einfach nur den Fehler mit einer hervorhebenden Intonation wiederholen. Diese Betrachtung konzentriert sich anhand von leicht identifizierbaren Äußerungsindikatoren auf die Art, wie der Lehrer den Fehler in seiner Äußerung behandelt. |
Funktionen |
Man kann Reparatursequenzen auch unter ihrer kommunikativen Funktion für Lerner und Lehrer behandeln. In dieser Blickrichtung ist am Beispiel festzustellen, daß die Lernerin zwar ihre ursprüngliche Äußerung im Sinne der Lehrerin verändert, aber das Lehrervorbild unverändert mit dem Pronomen she übernimmt. Durch die unveränderte Übernahme des von der Lehrerin angebotenen Teils produziert sie eine grammatisch falsche Äußerung mit zwei Subjekten. Dennoch erhält sie von der Lehrerin eine positive Bestätigung (4). Diese Art der Betrachtung stammt aus der Diskursanalyse und erfordert eine eingehendere Beschäftigung mit den mentalen Plänen der Sprecher (s. Rehbein). |
Lightbown, Patsy M. & Spada, Nina (19992) How Languages Are Learned. Revised Edition. Oxford: Oxford University Press, 104-106 |
© W. Grießhaber 2002-2006 |