W. Grießhaber Examenshinweise zum Thema:
ABC-Icon Erstlesen & -schreiben
 

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Allgemeine Hinweise zum Themenschwerpunkt

Hier handelt es sich um den zentralen Bereich des primaren Sprachunterrichts schlechthin.

Im Bereich A (Sprachwissenschaft) stehen vor allem Erwerbsprozesse und daraus folgende didaktische Konzeptionen mit den jeweiligen Auswirkungen auf den Schriftspracherwerb im Mittelpunkt. Unter historischen Aspekten um die verschiedenen Auseinandersetzungen um die sog. richtige Methode (z.B. die analytische oder synthetische, die Ganzheitsmethode, oder die Frage der Schrift usw.) ist Menzel empfehlenswert, einen aktuellen und umfassenden Überblick gibt Schenk.
Von größerer unterrichtlicher Relevanz sind die neueren wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Aneignungsprozesse der Schriftsprache. Unter den sog. Stufenmodellen (→ Überblick) ist vor allem das Modell von → Günther erwähnenswert, das eine neue Sichtweise auf Fehler erlaubt und eine Grundlage für förderdiagnostische Maßnahmen bildet.
Von sprachwissenschaftlicher Seite ist vornehmlich die von Maas erbrachte Analyse der Eigengesetzmäßigkeiten der Schrift bahnbrechend, die neue didaktische Konzepte bedingt (s. Ossner, Röber-Siekmeyer, Scheerer-Neumann oder Weingarten).

Im Bereich C (Fachdidaktik) stehen didaktische Konzepte und deren empirische Erforschung im Zentrum, also Arbeiten wie die von Brügelmann u.a., Dehn, Reichen (Lesen durch Schreiben), Röber-Siekmeyer. Mißlungene Schriftsprachvermittlung für türkische Schüler beschreibt Grießhaber 2001 (s. auch Knapp 1999).
Ganz allgemein sollte man als Hintergrund Menzel und/oder Schenk sowie die Richtlinien kennen.

Von besonderer Bedeutung ist die Schriftsprachvermittlung bei nichtdeutschsprachigen SchülerInnen. Hier ist zu unterscheiden zwischen sog. 'Seiteneinsteigern', die schon im Heimatland in der L1 die grundlegenden GPK-Regeln erworben haben und den hier eingeschulten Kindern. Bei letzteren ist wiederum zu unterscheiden zwischen Kindern, die in sprachhomogener Umgebung ohne relevanten Kontakt mit Deutsch aufgewachsen sind und Kindern, die in sprachliche gemischter Umgebung mit relevantem Kontakt mit Deutsch aufgewachsen sind.
Ein damit zusammenhängender Aspekt sind die besonderen Verfahren der ein- oder mehrsprachigen Schriftsprachvermittlung.
Informationen zur → mehrsprachigen Schriftsprachvermittlung

Infos zu wichtigen Positionen des Erstlese- und -schreibunterrichts im entsprechenden Kapitel der → "Einführung in die praktische Sprachanalyse"

Literatur speziell zum → Lesen und Lesenlernen

Verwandt ist der Komplex → Lese- Rechtschreibschwäche (LRS)


Literaturhinweise

Balhorn, Heiko & Brügelmann, Hans (Hgg.) (1995) Rätsel des Schriftspracherwerbs. Neue Sichtweisen aus der Forschung. Konstanz: Libelle
Sammelband mit grundlegenden Beiträgen zu Theorien des Lernens und des Schriftspracherwerbs und der Schriftsprachvermittlung

Bamberger, Richard (1997) Zur Sprache der Fibeln. In: Balhorn, Heiko & Niemann, Heide (Hgg.) Sprachen werden Schrift. Lengwil: Libelle, 176-180
Nachdenklich stimmender Forschungsüberblick über die Sprache der Fibeln; z.B. kommen 55% der Wörter nur einmal vor, es herrschen einfachste Satzstrukturen vor, …; Fibeldadaismus nannte dies D. Pregel.

Benholz, Claudia & Lipkowski, Eva (1999) Erstlesen und Erstschreiben in Klassen mit Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Muttersprachen. In: Deutsch lernen 3/99, 253-272
Vor dem Hintertgrund von NRW werden Aspekte der Vermittlung mit Bezug zu Arabisch, Neugriechisch und Türkisch behandelt.

Berning, Johannes (1997) Schrift-Sprache: erforschen, konstruieren, erobern - Aspekte ines kindgeleiteiteten Anfangsunterrichts im Lesen und Schreiben. In: Becker-Mrotzek, M. & Hein, J. & Koch, H. H. (Hgg.) Werkstattbuch Deutsch: Texte für das Studium des Faches. Münster: LIT, 541-552

Blatt, Inge & Voss, Andreas (2005) Leseverständnis und Leseprozess. Didaktische Überlegungen zu ausgewählten Befunden der IGLU- /IGLU-E-Studien. In: Bos, Wilfried et al. (Hgg.) (2005) IGLU. Vertiefende Analysen zu Leseverständnis, Rahmenbedingungen und Zusatzstudien. Münster u. New York: Waxmann, 239-281

Bos, Wilfried et al. (Hgg.) (2003) Erste Ergebnisse aus IGLU. Schülerleistungen am Ende der vierten Jahrgangsstufe im internationalen Vergleich. Münster u. New York: Waxmann
Erste Ergebnisse der internationalen IGLU-Vergleichsstudie zu den Leseleistungen am Ende der vierten Grundschulklasse.

Bos, Wilfried et al. (Hgg.) (2005) IGLU. Vertiefende Analysen zu Leseverständnis, Rahmenbedingungen und Zusatzstudien. Münster u. New York: Waxmann

Bosch, Bernhard (1990) Lesenlernen. Diskussionsbeiträge aus 50 Jahren. Hsgg. von Heinz W. Giese. OBST Beiheft 9/90
sehr lesenswerte Beiträge eines Pioniers der empirisch fundierten Lesedidaktik aus den dreissiger Jahren; einige Erkenntnisse und Vorschläge zum silbenorientierten Arbeiten wirken wie eine Vorwegnahme neuerer silbenstruktureller Ansätze, z.B. von Röber-Siekmeyer

Bredel, Ursula & Günther, Hartmut & Klotz, Peter & Ossner, Jakob & Siebert-Ott, Gesa (Hgg.) (2003) Didaktik der deutschen Sprache. 2 Bde. Paderborn u.a.: Schöningh
Umfassender Überblick über die Vermittlung der deutschen Sprache.

Brügelmann, Hans & Brinkmann, Erika (1994) Stufen des Schriftspracherwerbs und Ansätze zu seiner Förderung. In: Brügelmann, H. & Richter, S. (Hg.) Wie wir recht schreiben lernen. Lengwil: Libelle, 44-52
WWW Webseite
Umsetzung von Stufenmodellen der Schriftsprachentwicklung auf die Unterrichtspraxis

Brügelmann, Hans & Brinkmann, Erika (1998) Die Schrift erfinden. Beobachtungshilfen und methodische Ideen für einen offenen Anfangsunterricht im Lesen und Schreiben. Lengwil: Libelle
Praxisbuch; Weiterentwicklung von Brügelmann (1984) Die Schrift entdecken.

Brügelmann, Hans & Hengartner, Elmar & Reichen, Jürgen (1994) Richtig schreiben durch freies Schreiben? In: Brügelmann, H. & Richter, S. (Hgg.) Wie wir recht schreiben lernen. Lengwil: Libelle, 135-148
Empirischer Vergleich von drei verschiedenen schreibdidaktischen Ansätzen: DDR (Minimalwortschatz) - BRD (gemischt) - Schweiz (Lesen durch Schreiben) - Kurzdarstellung als WWW Webseite


Dehn, Mechthild (19944) Zeit für die Schrift. Lesenlernen und Schreibenkönnen. Bochum: Kamp
Basiert auf breiten empirischen Studien zu Erwerbs- und Vermittlungsprozessen; basiert auf der Annahme der Graphem-Phonem-Korrespondenz als Basis der schriftlichen Fixierung sprachlicher Äußerungen; es wird die These vertreten, daß sich schon sehr früh diagnostisch die Lerner ermitteln lassen, die besondere Förderung benötigen, damit sie nicht dauerhaft unter Schreibschwächen leiden; dazu Vorstellung eines diagnostischen Konzepts der Lernbeobachtung, das sich inzwischen in vielen Fibeln und Materialien findet. - Kurzdarstellung im WWW Web; kritische Bemerkungen


Grießhaber, Wilhelm (2001) Erst- und zweitsprachliche Textproduktion nach Bildvorlage. In: Wolff, A. & Winters-Ohle, E. (Hgg.) Wie schwer ist die deutsche Sprache wirklich? Materialien Deutsch als Fremdsprache 58. Regensburg: Fachverband Deutsch als Fremdsprache, 102-114
Untersucht an Beispielen aus einer vierten Grundschulklasse, ob muttersprachlich deutsche Schüler als Vorbild dienen und vergleicht die mündlichen und schriftliche Version der Geschichte einer türkischen Schülerin

Grießhaber, Wilhelm (2002) Zwischenbericht. Zum Projekt "Deutsch & PC" der gemeinnützigen Hertie-Stiftung und des Hessischen Kultusministeriums
Ein laufendes Projekt zum Erstlesen und -schreiben an drei Frankfurter Grundschulen

Grießhaber, Wilhelm unter Mitarbeit von Nina Heinrich (2003) Zwischenbericht der wissenschaftlichen Begleitung. März 2003. Zum Projekt "Deutsch & PC" der gemeinnützigen Hertie-Stiftung und des Hessischen Kultusministeriums
Ein laufendes Projekt zum Erstlesen und -schreiben an drei Frankfurter Grundschulen; Schwerpunkt: Sprache und Zweitsprachförderung im Mathematikunterricht

Grießhaber, Wilhelm (2004) Zwischenbericht der wissenschaftlichen Begleitung. März 2004. Projekt "Deutsch und PC". Münster: WWU Sprachenzentrum
Ein laufendes Projekt zum Erstlesen und -schreiben an drei Frankfurter Grundschulen; Schwerpunkt: Medienkompetenz und Computereinsatz; Vergleich der Effizienz von fibelbasierten Methoden mit 'Lesen durch Schreiben' (WWW Infos im Internet)

Grießhaber, Wilhelm (2004) Einblicke in zweitsprachliche Schriftspracherwerbsprozesse. In: Baumann, Monika & Ossner, Jakob (Hgg.) Diagnose und Schrift II: Schreibfähigkeiten. OBST 67/04, 65-87
Auswertung von ca. 160 Texten am Ende des ersten Schuljahres an drei Frankfurter Grundschulen

Grießhaber, Wilhelm (2004) Methodeneffizienz im Vergleich: 1. - 2. Klasse. WWW http://spzwww.uni-muenster.de/~griesha/eps/index.html
Auswertung des Schriftspracherwerbs in den ersten zwei Schuljahren im Rahmen des Förderprojekts 'Deutsch & PC'; Bestätigung der Ergebnisse von Brügelmann & Hengartner & Reichen 1994

Grießhaber, Wilhelm (2005) Zwischenbericht der wissenschaftlichen Begleitung. März 2005. Zum Projekt "Deutsch & PC" der gemeinnützigen Hertie-Stiftung und des Hessischen Kultusministeriums
Ein laufendes Projekt an drei Frankfurter Grundschulen; Schwerpunkt: Sprache und Zweitsprachförderung im Mathematikunterricht; Kenntnisse am Ende des dritten Schuljahres, ermittelt mit dem → C-Test, der Profilanalyse an schriftlichen Vergleichstexten und Einschätzungen der Lehrpersonen

Grießhaber, Wilhelm (2006) Endbericht der wissenschaftlichen Begleitung. März 2006. Zum Projekt "Deutsch & PC" der gemeinnützigen Hertie-Stiftung und des Hessischen Kultusministeriums

Günther, Hartmut (1995) Die Schrift als Modell der Lautsprache. In: Ossner, J. (Hg.) Schriftaneignung und Schreiben. OBST 51/95, 15-32
Modellierung des Verhältnisses von Laut- und Schriftsprache

Günther, Klaus B. (1986; Neudruck 1995) Ein Stufenmodell der Entwicklung kindlicher Lese- und Schreibstrategien. In: Balhorn, Heiko & Brügelmann, Hans (Hgg.) Rätsel des Schriftspracherwerbs. Neue Sichtweisen aus der Forschung. Lengwil: Libelle, 98-121
Das klassische Modell der stufenweisen Entwicklung des Schriftspracherwerbs; Grundlage für Diagnosen des Aneignungsprozesses und für Fördermaßnahmen; eigentlich unverzichtbar. - Kurzdarstellung im WWW Web


Hasert, Jürgen (1995) Schreiben im Vorschulalter. Die Entwicklung der funktionalen Repräsentation auf der Grundlage von Hystereseeffekten. In: Ossner, J. (Hg.) Schriftaneignung und Schreiben. OBST 51/95, 33-60
Gut dokumentierte Aneignungsprozesse im sehr frühen Schriftspracherwerb

Hinney, Gabriele (2004) Das silbenbasierte Rechtschreibwissensmodell als Grundlage f�r Lernsoftware. In: Blatt, I. & Hartmann, W. (Hgg.) Schreibprozesse im medialen Wandel. Ein Studienbuch. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 72-84>


Igl, Peter (1998) Schriftspracherwerb im Spiegel der Lehrpläne. Lehrplanvorgaben - Erfahrungen - offene Fragen. In: Huber, Ludowika & Kegel, Gerd & Speck-Hamdan, Angelika (Hrsg.) (1998) Einblicke in den Schriftspracherwerb. Braunschweig: Westermann, 7-13
Überlick über den Stand der Lehrpläne


Jansen, Heiner & Mannhaupt, Gerd & Marx, Harald (1993) Probleme bei der Übertragbarkeit anglo-amerikanischer Entwicklungsmodelle des Lesens und Rechtschribens auf deutschsprachige Schüler. In: Bauersfeld, H. & Bromme, R. & (Hrsg.) Bildung und Aufklärung. Münster/New York: Waxmann, 69-88
Kritische Einschätzung der Stufenmodelle aus psychologischer Sicht


Kultusministerium des Landes Nordrhein - Westfalen (Hg.) (1985) Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein - Westfalen, Sprache. Frechen: Ritterbach
Der auslaufende offizielle Rahmen für das Handeln im Unterricht

Kultusministerium des Landes Nordrhein - Westfalen (2003) Richtlinien und Lehrpläne zur Erprobung für die Grundschule in Nordrhein - Westfalen. Deutsch - Sachunterricht - Mathematik - Musik - Kunst - Evangelische Religionslehre - Katholische Religionslehre. Frechen: Ritterbach / www.bildungsportal.nrw.de
Der neue offizielle Rahmen für das Handeln im Unterricht - noch zur Erprobung


Maas, Utz (19923) Grundzüge der deutschen Orthographie. Tübingen: Niemeyer
Bahnbrechende Arbeit zur Durchleuchtung des Verhältnisses von mündlichen Äußerungen und ihrer schriftlichen Fixierung; auf der Grundlage dieser Arbeit sind regelhafte Zugänge auch zu scheinbar chaotischen Bereichen der Rechtschreibung (z.B. Dehnung) möglich; zentrale Idee: Grundlage der Schrift ist nicht die Abbildung des Hörbaren (Graphem-Phonem-Korrespondenz). Bildet die linguistische Grundlage für den didaktischen Ansatz von Röber-Siekmeyer.

Menzel, Wolfgang (19933) Lesen lernen - schreiben lernen. Braunschweig: Westermann
Allgemeiner Hintergrund zur historischen Entwicklung der Schriftsprachvermittlung bis hin zum Methodenstreit; instruktive Beispiele aus Fibeln, für die der Verfasser einer Fibel auch Werbung macht


Ossner, Jakob (1998) Rechtschreibsprache. Die Modellierung der Orthographie für den eigenaktiven Ewerb. In: Weingarten, R. & Günther, H. (Hgg.) Schriftspracherwerb. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 5-18
Kompakte Darstellung neuerer Theorien der Graphem-Laut-Korrespondenzen und deren Relevanz für die Vermittlung der Schriftsprache


Reichen, Jürgen (1982) Lesen durch Schreiben. Leselehrgang, Schülermaterial und Lehrerkommentar. Zürich: Sabe (Hamburg: Heinevetter)
Ein inzwischen klassischer Ansatz, der auf der Annahme basiert, daß das Schreiben eine Umsetzung des Gehörten in Schriftzeichen ist. - Kurzdarstellung → WWW Web

Reichen, Jürgen (2001) Hannah hat Kino im Kopf. Die Reichen-Methode Lesen durch Schreiben und ihre Hintergründe f�r LehrerInnen, Studierende und Eltern. Hamburg: Heinevetter
Hintergründe und Tips zum inzwischen klassischen Ansatz - Infos dazu → WWW Web

Richter, Sigrun & Brügelmann, Hans (1994) Der Schulanfang ist keine Stunde Null. Schulerfahrungen, die Kinder in die Schule mitbringen. In: Brüo;gelmann, H. & Richter, S. (Hgg.) Wie wir recht schreiben lernen. Lengwil: Libelle, 62-77
Verfahren zur Ermittlung vorhandener Schrifterfahrungen zu Schulbeginn; (a) Grob-/Eingangserhebung und (b) Feinerhebung in 8 Lernfeldern. Nach den vorgestellten Ergebnissen verfügen die meisten Kinder schon über Vorerfahrungen bis hin zur differenzierten Buchstabenkenntnis; Kinder mit großen Lücken bedürfen besonderer Aufmerksamkeit. Die differenzierte Feinerhebung erlaubt auch einen an den aktuellen Stand angepaßten differenzierenden Unterricht. Sehr lesenswert!
(s. auch: Brügelmann, Hans (1994) Von der Teilchen- zur Wellen-Theorie. Kinder konstruieren Wörter und eigene Rechtschreibsysteme. In: Brüo;gelmann, H. & Richter, S. (Hgg.) Wie wir recht schreiben lernen. Lengwil: Libelle, 102-108; und: Richter, Sigrun (1994) Zwei Kinder in einer Klasse: Verschiedene Wege aus ähnlichen Anfängen. In: Brüo;gelmann, H. & Richter, S. (Hgg.) Wie wir recht schreiben lernen. Lengwil: Libelle, 109-125

Rigol, Rosemarie M. (1998) Alphabet und Silbe. Erfahrungen mit dem Anfang der Schriftlichkeit. In: Weingarten, R. & Günther, H. (Hgg.) Schriftspracherwerb. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 19-35
Erfahrungen mit dem silbenorientierten Ansatz der Schriftsprachvermittlung

Röber-Siekmeyer, Christa (19973) Die Schriftsprache entdecken. Rechtschreiben im Offenen Unterricht. Weinheim und Basel: Beltz
Sehr interessante Arbeit, die auf der Grundlage von Maas (19923) einen systematischen und gleichzeitig handelnden Zugang zur Schriftsprache vermittelt; sollte von allen gelesen worden sein, die später als Lehrende Schriftsprache vermitteln. - Kurzdarstellung im WWW Web

Röber-Siekmeyer, Christa & Pfisterer, Katja (1998) Silbenorientiertes Arbeiten mit einem leseschwachen Zweitklässler. Begründung und Beschreibung einer nicht buchstabenorientierten Unterrichtsfolge zum Lesenlernen. In: Weingarten, R. & Günther, H. (Hgg.) Schriftspracherwerb. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 36-61
Erfahrungen mit dem silbenorientierten Ansatz der Schriftsprachvermittlung


Scheerer-Neumann, Gerheid (1998) Schriftspracherwerb: "The State of the Art" aus psychologischer Sicht. In: Huber, Ludowika & Kegel, Gerd & Speck-Hamdan, Angelika (Hrsg.) Einblicke in den Schriftspracherwerb. Braunschweig: Westermann, 31-46
Forschungsüberblick aus psychologischer Sicht

Scheerer-Neumann, Gerheid (2003) Entwicklung der basalen Lesefähigkeit. In: Bredel, Ursula u.a. (Hgg.) (2003) Didaktik der deutschen Sprache. Bd. 1. Paderborn u.a.: Schöningh, 513-524
Aktualisierter Forschungsüberblick aus psychologischer Sicht

Schenk, Christa (20013) Lesen und schreiben lernen und lehren. Eine Didaktik des Erstlese- und Erstschreibunterrichts. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren
Ziemlich breiter Überblick über nahezu alle Aspekte der Schriftsprachvermittlung; sehr empfehlenswert!

Sommer-Stumpenhorst, Norbert & Hötzel, Martina (2001) Richtig Schreiben lernen von Anfang an. Methodenkompetenz, Differenzierte Förderung, Lesen lernen Schritt für Schritt. Berlin: Cornelsen
Dazu Informationen "Richtig schreiben lernen - Schritt für Schritt" im Internet unter: http://www.rechtschreib-werkstatt.de/ (1998-2006)
Detailliertes Konzept der Schriftsprachvermittlung mit Anlauttabelle, einem "Hör-, Schreib- und Lesepass" auf den drei Ebenen des Lautes, des Wortes und des Satzes sowie einem Methodentraining zum Hören, Schreiben und Lesen.
Mit minimalen Äußerungen zu theoretischen oder linguistischen Grundlagen; mitunter auch Eigenschöpfungen, die man in der Phonetik oder Phonologie vergeblich sucht oder nicht nachvollziehbaren Einordnungen wie z.B. des Konsonanten h als Plosiv; deshalb mit gebührend kritischer Distanz zu behandeln

Thomé, Günther & Thomé, Dorothea (1999) Schriftspracherwerb. Studienbibliographien Sprachwissenschaft, Bd. 28. Heidelberg: Groos
Aus psychologischer Sicht

Thomé, Günther (1999) Orthographieerwerb. Qualitative Fehleranalysen zum Aufbau der orthographischen Kompetenz. Frankfurt/M. u.a.: Lang
Auf breiter empirischer Basis Diskussion der Erwerbsmodelle, Fehlerlinguistik; Untersuchung des Erwerbs einiger Grapheme: Frikative und , Konsonantengemination und ß-Schreibungen; Modellierung von zwei unterschiedlichen Lernertypen

Urbanek, Rüdiger (1986) Alle lernen lesen. Erstlesewerk für Grundschulen. Druckschriftausgabe. Bochum: Kamp
Eine der wenigen Fibeln, die systematisch berücksichtigen, daß viele Schülerinnen Deutsch als Zweitsprache lernen; deshalb sind Wortschatz- und Grammatikübungen integriert. - WWW Beispiele aus der Fibel

Valtin, Renate (19973) Stufen des Lesen- und Schreibenlernens. Schriftspracherwerb als Entwicklungsprozeß. In: Haarmann, D. (Hg.) Handbuch Grundschule. Weinheim u. Basel: Beltz, 76-88
WWW Webseite

Valtin, Renate (1998) Der "neue" Methodenstreit oder: (Was) können wir aus der amerikanischen Leseforschung lernen? In: Balhorn, H. & Barnitzky, H. & Büchner, I. & Speck-Hamdan, A. (Hgg.) Schatzkiste Sprache 1. Von den Wegen der Kinder in die Schrift. Frankfurt/M.: Grundschulverband - Arbeitskreis Grundschule, 63-80
Berichtet über Entwicklungen und Debatten in den USA; kritische Auseinandersetzung mit dem Spracherfahrungsansatz

Valtin, Renate (Hg.) (2000) Rechtschreiben lernen in den Klassen 1-6. Grundlagen und didaktische Hilfen. Frankfurt/M.: Grundschulverband - Arbeitskreis Grundschule
Breiter Überblick über Entwicklungen, Ansätze und Debatten

Weingarten, Rüdiger (1998) Schreibprozesse und Schriftspracherwerb. In: Weingarten, R. & Günther, H. (Hgg.) Schriftspracherwerb. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 62-81
Empirische Untersuchungen zur Mikroebene der Schriftsprachentwicklung