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Text |
Aus einer nach dem Jahr 2000 verfaßten Hausarbeit zum Zweitspracherwerb in der Grundschule; in dem Abschnitt behandelt der Autor Aspekte der Motivation: | |
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«Laut Graf und Tellmann ist bewiesen, dass ausländische Kinder die neue Sprache wesentlich besser lernen als ihre Eltern, denn ihr Kontakt zu Deutschen ist stärker. Sie erleben im Alltag viel häufiger, wie wichtig und hilfreich es für sie ist, die neue Sprache zu können. Außerdem haben Kinder noch geringere Hemmungen, Fehler zu machen. Hinzu kommt, dass die Verwurzelung mit der eigenen Kultur bei den ausländischen Erwachsenen schon viel stärker stattgefunden hat. Sie befürchten durch das Erlernen einer neuen Sprache einen Teil ihrer Kultur, und damit ja auch ihrer Identität, zu verlieren.» | ||
Quelltext |
«In dieser Situation läßt sich vielfach beobachten, daß Kinder die Sprache ihrer neuen Umwelt weitaus schneller erlernen als ihre Eltern. Doch auch diese Unterschiede beruhen nicht auf einer grundsätzlichen Verschiedenheit des Sprachlernvermögens, sondern sie sind in erster Linie auf situative, soziale und motivationale Faktoren zurückzuführen. So ist es nicht nur möglich, daß Kinder von Emigranten mehr Zeit im Kontakt mit der fremden Sprachen verbringen, man kann außerdem auch davon ausgehen, daß sie eine weitaus höhere Motivation für den Erwerb dieser Sprache aufbringen. Barry McLaughlin charkaterisiert diesen motivationalen Faktor wie folgt: | |
"For the child, learning to communicate with peers in the classroom or playground is a life-and-death affair."* |
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Wie der Erstspracherwerb so ist auch dieser 'natürliche' Zweitspracherwerb von existenzieller Bedeutung für das Kind. Seine Eltern hingegen sind meist nicht derart fundamental auf eine Kommunikation und auf soziale Kontakte mit der neuen Sprachgemeinschaft angewiesen. Sie können den Kreis ihrer primären Bezugspersonen freier wählen als das Kind, ihr jeweiliger Ehepartner spricht ihre Muttersprache, und sie suchen oft gezielt die Gesellschaft von Nachbarn und Kollegen, die ihrer ursprünglichen Sprache und Nationalität angehören.» |
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(Graf & Tellmann 1997, 68-69) | ||
Aufgabe |
Bestimmen Sie das Verhältnis von Quelltext und Arbeit insbesondere unter dem Aspekt der Illokution der zitierten Passage. |
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Graf, Peter & Tellmann, Helmut (1997) Vom frühen Fremdsprachenlernen zum Lernen in zwei Sprachen. Schulen auf dem Weg nach Europa. Frankfurt/M. u.a.: Lang |
© Wilhelm Grießhaber 2003-2005 |