Sekundarstufe |
- Besondere Schwierigkeiten der Schriftsprache:
- keine begleitenden Erläuterungen, Gestik, Mimik, Prosodik zur Verdeutlichung
- kein helfender Gesprächspartner für Umformulierungen, Vereinfachungen
- Schriftsprache wird komplexer:
- anfangs: mündliche Sprache komplexer, vielfältigere syntaktische u. morphologsiche Strukturen
- spätere Umkehrung: längere Lesetexte, Gesamtverständnis, Textproduktion
- Unterrichtssprache wird konzeptuell schriftlich:
- anfangs: unmittelbar wahrnehmbare Einzelerfahrungen, konkrete Gegenstände, Unterrichtssprache entspricht weitgehend der Alltagsprache, konzeptuell mündlich, informell
- später: konzeptuell schriftlich: zum Verständnis der Beziehungen zwischen den außersprachlichen Objekten ist exaktes Verständnis der Beziehungen innerhalb des Textes erforderlich → gute morphologische und syntaktische Kenntnisse
- Probleme mit der Begriffsbildung:
- anfangs: sensorisch begründeter Umgang mit Alltagsbegriffen, unmittelbar vorstellbar, Vorstellungsvermögen durch Illustrationen unterstützt
- später im Sachunterricht: Komposita, Verständnis der einzelnen Morpheme und der Gesamtbedeutung, die sich nicht gesetzmäßig aus den Einzelbedeutungen der Morpheme ableiten läßt, bsp. "Druckausgleichsbehälter" bei Wasser
- Unkenntnis bestimmter Wörter, die in ihrer Kultur / Religion keine Rolle spielen, bsp. Ableitung von "äu" aus Wörtern mit "au": "Haus" → "Häuser", "Täufling"
- Wandlung der Sprache von Alltagsbegriffen hin zu wissenschaftlichen Begriffen
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