|
Überblick | Neugier | Essensfrust | Langnase | Angst | Kohärenz | Diagnose & Förderung |
Längsschnitte 01-04: Profile nach Schulen, Klassen | Quantität | Kasus: Schulen: alle, A, B, C | Tempus: Schulen: alle, A, B, C | narr. Strukturen |
Grundlage |
| |
Basis |
Die Daten basieren auf einer Vollauswertung aller Texte, die jeweils am Ende eines Schuljahres erhoben wurden und berücksichtigt diejenigen Schüler, die alle vier Jahre lang in den Schulen waren. Gruppenbildung mit je zehn Schülern:
| |
|
Äußerungsmenge nach Leistungsgruppen |
![]() |
Die Spitzengruppe vergrößert den Abstand gegenüber der Schlussgruppe über die vier Jahre. Insbesondere im vierten Jahr steigt die Differenz noch einmal. |
|
Syntaktische Komplexität nach Leistungsgruppen |
![]() |
Die Spitzengruppe hat über die vier Jahre hinweg eine fast kontinuierliche Steigerung der syntaktischen Komplexität. Die Spitzenschüler beginnen auf deutlich höherem Niveau als die beiden anderen Gruppen. Die Mittelgruppe hat vom ersten zum zweiten Schuljahr eine starke Zunahme der syntaktischen Komplexität. Ab der der zweiten Klasse verläft die Entwicklung parallel zur Spitzengruppe auf etwas niedrigerem Niveau. Die Schlussgruppe hat zunächst wie die Mittelgruppe von der ersten zur zweiten Klasse einen deutichen Anstieg. Beunruhigend ist die stetige Abnahme der syntaktischen KomplexitŠt in der dritten und vierten Klasse. Die Schlussgruppe fällt gegenüber den anderen Gruppen immer weiter zurück. |
|
Dativfehler absolut |
![]() |
Die Spitzengruppe realisiert mehr als doppelt so viele präpositionale Dative wie die Schlussgruppe, macht dabei im Gegensatz zur Schlussgruppe aber fast keine Fehler. o-PRP: Anteil freier Kasus ohne Präpositionen an den satzwertigen Segmenten |
|
Kasusfehler relativ zur Äußerungsmenge |
![]() |
Betrachtet man die Kasusfehler relativ zur Äußerungsmenge, dann sieht man, daß die Spitzengruppe fast keine Fehler im Bereich der Nominalflexion macht, während die Schlussgruppe bei nur halb so vielen Äußerungen ein Vielfaches an Fehlern produziert. Auch die Mittelgruppe macht bei den Dativen deutlich mehr Fehler als die Spitzengruppe. N-: Fehler beim Nominativ |
|
Tempusfehler relativ zur Äußerungsmenge |
![]() |
Im Verbalbereich liegt die Fehlerzahl in allen drei Leistungsgruppen deutlich unter der Fehlerzahl im Nominalbereich. Auffällig ist hier, daß auch die Spitzengruppe bei den unregelmäßigen Präteritalformen einige Fehler macht. Dies spricht für den Mechanismus der Musterextraktion: bei den unregelmäßigen Präteritalformen gibt es nur wenige Gesetzemäßigkeiten, die sich regelhaft aus Mustern ableiten ließen. PT-R: Präteritum regelhaft gebildet |
Grießhaber, Wilhelm (2005) Sprachstandsdiagnose im Zweitspracherwerb: Funktional-pragmatische Fundierung der Profilanalyse. (erscheint in: Arbeiten zur Mehrsprachigkeit; → | |||||
© W. Grießhaber 2007 |