Schreibprozess Schreibprozeßforschung (Baurmann, Gier & Meyer 1987)



Ausgangsüberlegungen

  • Zur Förderung der Schreibfertigkeiten darf man nicht nur auf die erstellten Texte (=Produkte) achten, sondern muß besonders den Prozeß der Texterstellung berücksichtigen.
  • Der Prozeß der Texterstellung ist in verschiedene Teilphasen gegliedert.

Fragen der Untersuchung von Baurmann u.a. 1987

  • Wie schreiben Kinder, und wie gehen sie beim Schreiben vor?
  • Auf welche Erfahrungen, Kenntnisse und Fähigkeiten können sich SchreiberInnen stützen?
  • Was bedeuten die beim Schreiben eingelegten Pausen und vorgenommenen Überarbeitungen?
  • Welchen Aufschluß geben solche Beobachtungen über den jeweiligen Stand in der Schreibentwicklung?

Das Forschungsprojekt:

Die AutorInnen analysieren, wie Christian, ein 10 Jahre alter Grundschüler, außerhalb des Unterrichts die in drei farbigen Bildern dargestellte Geschichte eines Juwelenraubs in eine Detektivgeschichte umsetzt. Der Schreibvorgang wird mit 2 Videokameras festgehalten. Christian wird gebeten, beim Schreiben laut zu denken, d. h. zu sagen, was ihm gerade durch den Kopf geht. Anschließend wird er zum Schreibprozeß und zum Text befragt.


Literaturhinweise

Baurmann, Jürgen & Gier, Eva-Maria & Meyer, Margret (1987) schreibprozesse bei kindern. In: Obst 36/87, 81-109;
Baurmann, Jürgen & Ludwig, Otto (1984) Texte überarbeiten. Zur Theorie und Praxis von Revisionen. In: Boueke, D. & Hopster, N. (Hgg.) Schreiben - schreiben lernen. Rolf Sanner zum 65. Geburtstag. Tübingen: Narr, S. 254-276
Hayes, John R: & Flower, Linda S. (1980) Identifying the organization of writing processes. In: Gregg, L. & Steinberg, E. (eds.) Cognitive Processes in Writing. Hillsdale: Erlbaum, 3-30; weitere Literatur