Erwerbsstufen «
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Günther: Grundlagen / did. Konsequenzen / Übung: 1 / 2 | Valtin | Brügelmann & Brinkmann | Mannhaupt |
Phase |
Rezeption: LESEN |
Produktion: SCHREIBEN | |
0.1. |
Präliteral-symbolisch S1 |
↓ ← | Gegenständliche Manipulation G |
0.2. |
Präliteral-symbolisch S2 |
→ ↓ | Präliteral-symbolisch S2 |
1.1. |
Logographemisch L1 |
↓ ← | Präliteral-symbolisch S3 |
1.2. |
Logographemisch L2 ↓ |
→ ↓ | Logographemisch L2 |
2.1. |
Logographemisch L3 |
↓ | Alphabetisch A1 |
2.2. |
Alphabetisch A2 |
← ↓ | Alphabetisch A2 ↓ |
3.1. |
Orthographisch O1 |
↓ | Alphabetisch A3 |
3.2. |
Orthographisch O2 ↓ |
→ ↓ | Orthographisch O2 |
4.1. |
Orthographisch O3 |
↓ | Integrativ-Automatisiert I1 |
4.2. |
Integrativ-Automatisiert I2 |
← ↓ | Integrativ-Automatisiert I2 |
Schriftspracherwerb wird gesehen als mehrphasiger, strategiebestimmter Entwicklungsprozeß: Die beiden Modalitäten Lesen (Rezeption) und Schreiben (Produktion) sind Träger der Erwerbsstrategien. Von den präliteral-symbolischen Anfängen bis zur integrativ-automatisierten Kompetenz durchläuft der Schriftspracherwerb fünf zweistufige Phasen (Beispiel-1, Beispiel-2). In jeder dieser Phasen wird alternierend zwischen den beiden Modalitäten eine neue Strategie angewandt, die den Erwerbsprozeß einem höheren Niveau zuführt. Typischerweise werden während einer dominanten Phase (z.B. der logographemischen, vorwiegend rezeptiven) schon mit Aktivitäten der anderen Modalität begonnen (produktives Schreiben der alphabetischen Phase). Dabei stößt der Lerner an Grenzen und geht deshalb zur nächsten Phase über. Die Phasen schließen sich nicht aus, sondern überlappen sich. Die Phasen werden individuell verschieden schnell durchlaufen. | |||
Günther, K. (1984) FST/PH: Heidelberg. In: Günther, K. (1995) Ein Stufenmodell ..., S. 99 |
© W. Grießhaber 2001-2004 |