Basis |
- Videoaufnahmen aus 56 Stunden Leseunterricht in der Klasse und im Förderunterricht
- Auswahl und Transkription von 140 Szenen nach dreimaliger Durchsicht
43 Kl-U Klasse 1, 40 Fö-U Klasse 1, 20 Fö-U Klasse 2, 37 Fö-U Klasse 3
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Auswahlkriterium: |
- ein Kind kann ein Wort nicht lesen oder liest es falsch
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Lernfördernde Interaktionen |
- Lerntransfer
- der Verfahren auf ähnliche Fehler oder Schwierigkeiten
- 'heuristische Kompetenz' des Kindes,
- sein Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten; wird vermieden, daß Fehler und Schwierigkeiten als Misserfolg erfahren werden?
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Optimale Szenen |
- nach den o.g. Kriterien Identifizierung von fehlerspezifischen Lehrerhilfen:
- Welche Schwierigkeiten hat das Kind?
- Welche Hilfen gibt die Lehrperson?
- Welche Hilfestellung kann das Kind annehmen?
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Resultate: |
- Analyse der Fehler- & Schwierigkeiten-Bearbeitung
- erfasst eher Oberflächenphänomene des Lehr-Lern-Prozesses
- tiefere Einblicke durch Einbeziehung des didaktisch-methodischen Kontextes
- hinsichtlich der Funktionalität der Aufgabe und
- im Hinblick auf die 'Kongruenz' des Lehrerverhaltens
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Didaktisch-sozialer Kontext |
- Aufgabenstellung über den Text hinausreichend oder isolierte Leseübung?
- Emotionale Bedeutung des Textes für das Kind?
- Schwierigkeitsgrad der Aufgabe den bereits erworbenen Fähigkeiten angemessen oder überfordernd?
- Funktion des Lesens Lesen um des Lesens willen oder für eigene Handlungsziele?
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Funktionalität der Leseaufgabe |
- Kongruenz von Textfunktion & Textinhalt hinsichtlich der sozialen Einbettung, z.B. Text(e)
- über gemeinsame Erlebnisse
- mit Anweisungen für das Handeln im Unterricht, z.B. Bastelaufgabe
- für gemeinsames Spielen in der Kleingruppe
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Kongruenz des Lehrerverhaltens |
- positiv:
- vorgeschaltete Schwierigkeitsreduktion, z.B. Vorlesen des Anfangs
- Aufbau und Kontrolle der Sinnerwartung
- negativ:
- Außerkraftsetzung von Spielregeln in der Lehrerrolle
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Lehrerhilfen |
- sind häufig nicht lernförderlich, sondern
- führen zu vielerlei Verwirrung und Misserfolgserlebnissen
- Voraussetzungen für lerneffektive Lehrerhilfen ist, dass das Kind
- die Teilziele auf einfache Weise erreichen und sie mit seiner eigenen Strategie beim Erlesen oder Korrigieren verknüpfen kann,
- über die Informationen verfügt, die für die Erarbeitung notwendig sind; solche Informationen
- erleichtern die Verständigung über das Voranschreiten
- greifen meist nicht in die Zugriffsweisen des Kindes ein
- andernfalls bewirkt das Lehrerverhalten 'Erarbeitung' beim Kind ein mühsames Wechselspiel von kurzschrittiger Teilaufgabe und Neuansatz
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Bezug von Lehrerhilfen |
- + Wort als Ganzes
- Fragen, Hinweise, Aufforderung zum Wort werden besser angenommen als detailorientierte
- - Einzelne Buchstaben
- verlangen vom Kind die markierte Stelle im eigenen Entwurf zu finden und die Korrektur dort einzufügen
ein mehrschichtiger Vorgang, der häufig nicht gelingt
- + Silben
- Silbenbezogene Lehrerhilfen wurden stets angenommen
das Kind kann sie in sein Konzept vom Wort integrieren
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Bedeutung |
- häufig Artikulation einer Wortvorgestalt, ohne Verständnis der Bedeutung
Vokalqualität bereitet häufig Probleme
bedeutungsbezogene Hilfen sind auf das Sinnverständnis gerichtet
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Kontext |
- häufig ist die Aufgabenstellung dysfunktional
- beschneidet den Kindern wichtige Zugriffsweisen
- der Textinhalt lohnt die Mühe des Lesens nicht
- die Aussageabsicht bleibt unklar
- Lehrperson muss sich kongruent zu den Rahmenbedingungen verhalten
- Außerkraftsetzung von Spielregeln
- Eingriffe in den Planungsprozeß durch ständige Lehrerkontrolle
- besser dagegen: Möglichkeit zur Selbstkontrolle
- gemeinsames Erlesen von Kind & Lehrperson (über 25%) problematisch:
- dem Kind fehlt Spielraum zur Erprobung von Zugriffsweisen
- durch Lehrerpräsenz zu wenig gefordert
- tolerabel erscheinen Lesefehler, die den Sinn nicht einschränken (0 Vorkommen)
- Klassenunterricht behindert gute Leseförderung nicht, von 28 optimalen Szenen:
- 19 im Klassenunterricht
- 9 im Förderunterricht
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Aufgaben |
- positiv, wenn das einzelne Kind sein Tun in der Gruppe aufgehoben weiß:
- Zuordnen von Wortkarten, Buchstaben- und Silbenkarten
- buchstabenweises Erlesen eines Wortes
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