|
Diagnose: Dehn: Konzept | Hagemann | Wedel-Wolff: Konzept / Aspekte / Verständnis / Notation / Beispiel |
Zugriffsweisen |
|
Zuordnung |
Voraussetzung sinnerfassenden Lesens: elementare Kenntnis des (alphabetischen) Schriftsystems und der Phonem-Graphementsprechung Sprachliche Indikatoren: weit abweichende Wortersetzungen und das Überspringen von Wörtern signalisieren eine eingeschränkte Verfügbarkeit dieser Zugriffsweise. |
bekannte Wort(teil)gestalten |
Wiedererkennen bekanter Wörter und das Erkennen bekannter sinntragender Einheiten in Wörtern erleichtern das sinnerfassende Lesen durch Segmentierung der Texte Sprachliche Indikatoren: wiederholtes Laut für Laut synthetisierendes Erlesen zeigt eine unzureichende Ausprägung der Zugriffsweise. |
syntaktische Begrenzungen |
Das Wissen um Konstruktionsmöglichkeiten grammatisch wohlgeformter und semantisch akzeptabler Sätze sowie die Kenntnis der Bedeutung der Interpunktion ermöglicht eine rasche und treffsichere Hypothesenbildung beim Lesen: Erwartbarkeit von Flexionsendungen und semantisch akzeptablen Einheiten Sprachliche Indikatoren: Inakzeptable Ersetzungen von Flexionsendungen können eine unzureichende Ausbildung der Lesetaktik anzeigen |
Sinnstützen |
Voraussetzung: textuelle und kontextuelle Elemente zum Aufbau von Sinnerwartungen Sprachliche Indikatoren: schrittweises Erlesen von Inhaltswörtern, auf die z.B. Illustrationen verweisen, indizieren eine Nichtnutzung dieser Zugriffsweise |
Hagemann, Jörg (2003) Lesediagnose auf der Grundlage von Transkripten. In: DeutschDidaktik 15/03, 33-45 |
W. Grießhaber 2004 |