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Ausgewertete C-Tests:

 
  • Schüler des ersten Förderjahrgangs, eingeschult 2001:
  • Schüler des zweiten Förderjahrgangs, eingeschult 2002

C-Test

Nach dem Erwerb grundlegender schriftsprachlicher Fertigkeiten wird Stand des Deutscherwerbs mit dem → C-Test ermittelt.

Beim C-Test handelt es sich um ein sehr gut erforschtes Testformat, das sehr robust und sehr zuverlässig ist. Grundlage bilden kurze, authentische Texte, bei denen in engem Abstand jeweils die zweite Hälfte eines Wortes getilgt wird. Deutsche MuttersprachlerInnen können derart verstümmelte Texte fast hundertprozentig rekonstruieren. Dabei nutzen sie ihr außersprachliches Wissen zur Erschließung der in den Texten behandelten Sachverhalte und ihr sprachliches Wissen um den Aufbau von Texten, ihr lexikalisch-semantisches Wissen sowie ihr morpho-syntaktisches Wissen zur Ergänzung der Lücken.

Der C-Test ist ein sehr ökonomisches Testformat, das sich bei großen Lerngruppen schnell anwenden und auswerten läßt.

Für die GrundschülerInnen wurde die Zahl der Texte reduziert und die Bildung der Lücken vereinfacht:

3. Klasse

C-Test aus drei Texten mit je 20 Lücken. Wenn ein Proband alle 60 Lücken korrekt ausfüllt, also 100% erreicht, so entspricht sein Sprachstand dem eines gleichaltrigen deutschsprachigen Kindes; eine korrekte Rekonstruktion von 48 Lücken entspricht dann einem Sprachstand von 80%.

4. Klasse

C-Test aus drei Texten mit ebenfalls je 20 Lücken. Gegenüber dem Vorjahr wurde die Markierung der Lücken reduziert, so daß die Testaufgabe etwas schwerer war. Auch die Texte wurden dem Alter der Lerner angepaßt. Deshalb sind die erzielten Punkte nicht direkt vergleichbar.

 

Beispiel

Es war einmal ein kleiner Indianerjunge. der hieß Roter Fuchs. Er hatte ein Kanu, um zu angeln. Aber das Ka_____ war i_____ zu kl_____ . Roter Fu_____ lief z_____ seinem Vat_____ und sa_____ : "Ich bra_____ ein vi_____ größeres Ka_____ . Baust d_____ mir ei_____ ?" "Wie gr_____ soll e_____ denn se_____ ?" fragte d_____ Vater. "I_____ möchte d_____ das grösste Ka_____ der We_____ !" rief Roter Fuchs und breitete die Arme aus.

 

(Raatz 1987, 39)


Literatur

Baur, Rupprecht S. & Meder, Gregor (1990) Der Zusammenhang von Muttersprache und Zweitsprache von Migrantenkindern in der Bundesrepublik Deutschland. In: Leerders-Kenmerken. Individuele verschillen in het leren van talen 2/90, 68-82
Baur, Rupprecht S. & Spettmann, Melanie (2007) Screening - Diagnose - Förderung: Der C-Test im Bereich DaZ. In: Ahrenholz, Bernt (Hg.) Deutsch als Zweitsprache - Voraussetzungen und Konzepte für die Förderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Freiburg i.B.: Fillibach, 95-110
Grotjahn, Rüdiger (Hg.) (1992) Der C-Test. Theoretische Grundlagen und praktische Anwendungen. Band 1. Bochum: Universitätsverlag Dr. N. Brockmeyer (Manuskripte zur Sprachlehrforschung Band 39/1)
Grotjahn, Rüdiger (Hg.) (2002) Der C-Test. Theoretische Grundlagen und praktische Anwendungen. Band 4. Bochum: AKS-Verlag
Grotjahn, Rüdiger (Hg./ed.) (2006) Der C-Test: Theorie, Empirie, Anwendungen. The C-Test: Theory, Empirical Research, Applications. Frankfurt/M. u.a.: Lang
Raatz, Ulrich (1987) C-Tests: What do they measure, how do they measure it and what can they be used for? In: Schwarzer & Seipp (eds.) Trends in European Educational Research. Braunschweig, 38-44
Süßmilch, Edgar (1985) C-Tests für ausländische Schüler: Sprachdiagnose im Unterricht Deutsch als Zweitsprache. Fremdsprachen und Hochschule. In: AKS-Rundbrief 13/14/85, 72-82
Kostenlose Demoversion des C-Tests des Sprachenzentrums → http://spztest.uni-muenster.de/demo/
weitere Literatur.