C-Testlogo Kohärenz von Noten, Syntaxprofil & C-Test in 9 vierten Klassen
am Ende des Schuljahrs 2004/05


Grafik 1: 13 SchülerInnen der Spitzengruppe mit C-Testwerten über 52 Punkten:

Spitzengruppe

DEU: Beurteilung der Deutschkenntnisse durch die LehrerInnen am Ende des Schuljahrs auf einer Skala von 1 bis 5
PRF: syntaktische Profilstufe in einem Text zu einem Bild am Schuljahrsende
C-Testwerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit um den Faktor 10 gekürzt

Familiensprache:
Deutsch: ANSC, CLTR, ERGR, LALA, LIMU, LATE, MAHE, PAGR, REJU
Afghanisch: RABA
Bengalisch: ILAL
Serbo-Kroatisch: IVMA
Türkisch: BUAY

Leistungsniveaus:

  • alle haben mindestens eine Nebensatzkonstruktion mit Verbendstellung (Stufe 4)
  • außer 4 Lernern haben alle Stufe 4 erreicht
  • 62% haben die beste Deutschbeurteilung
  • 38% haben die zweitbeste Deutschbeurteilung
  • 92% der C-Testpunkte

Die Profilwerte und die Deutschnote verlaufen auf skalenbedingt unterschiedlichen Niveaus weitgehend parallel. Im Verhältnis zu den erzielten C-Test-Werten gibt es zweimal einen vergrößerten Abstand zu den Profilwerten und den Deutschkenntnissen, einmal bei ERGR sowie bei MAHE und RABA. Die eng geführte C-Testaufgabe vermag anscheinend Leistungspotentiale hervorzulocken, die mit den anderen Instrumenten nicht erreicht werden.
Gegenüber dem vorhergehenden dritten Schuljahr liegen die Leistungen nach allen drei Messinstrumenten niedriger.

Muttersprache:

31% der SpitzenschülerInnen sind nicht deutsche Muttersprachler; die Förderung hat auch nichtdeutschsprachige SchülerInnen zu guten Deutschkenntnissen geführt.

Förderstatus:

Bis auf RABA war kein Schüler zuvor in einer Fördergruppe. RABA war im ersten Schuljahr das gesamte Schuljahr über in einer Födergruppe. Er kann somit als


Grafik 2: 13 SchülerInnen der Schlussruppe mit C-Testwerten unter 30 Punkten:

Schlussgruppe

DEU: Beurteilung der Deutschkenntnisse durch die LehrerInnen am Ende des Schuljahrs auf einer Skala von 1 bis 5
PRF: syntaktische Profilstufe in einem Text zu einem Bild am Schuljahrsende
C-Testwerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit um den Faktor 10 gekürzt

Familiensprache:
Deutsch: NAJOF (Gebärdenspr.), SAOU
Albanisch: ADSU, EDHO
Englisch: DIAGY
Italienisch: BESP
Serbo-kroatisch: ALMEH, ADMEH, RANE
Türkisch: ERAT, HABI, SIPA, SEYI

Leistungsniveaus:

  • 8% haben Stufe 4 (Verbendstellung) erreicht;
  • 31% haben Stufe 3 (Inversion) erreicht;
  • 15% haben nur Stufe 2 erreicht, für 23% liegen keine Werte vor;
  • 23% haben die zweitniedrigste Deutschwerte;
  • Bei dem Schüler SAOU klaffen Deutschwerte (5) und Profil (Stufe 3) sowie C-Test (28 Punkte) deutlich auseinander; er wird von der Lehrerin im letzten Schuljahr als überfordert, faul und unkonzentriert charakterisiert; er hatte Stunden in Logopädie und Ergotherapie; die Bewertung der Deutschkenntnisse bezieht sich offensichtlich auf das von der Lehrerin eingeschätzte Potential, während der C-Test eine konzentrierte punktuelle Einzelleistung verlangt. DIAGY werden geringe Deutschkenntnisse und geringes Arbeitsverhalten bescheinigt; dies drückt sich in den sehr niedrigen C-Test Werten und der Deutschbewertung aus, während die Profilwerte in der Textproduktion etwas höher liegen; möglicherweise hat das Bild mit dem Konflikt Interesse hervorgerufen und damit verbundene Leistungen mobilisiert.

Bei vier Schülern liegen Deutschkenntnisse und C-Test-Werte nahezu parallel.

Muttersprache:

87% der SchülerInnen der Schlussgruppe sind nicht deutsche Muttersprachler; zwei sind deutsche Muttersprachler mit ausgesprochenen Sprachentwicklungsproblemen, einer wechselt zur Erziehungshilfeschule.

Förderstatus:

38% der späteren ProblemschülerInnen erhielten schon im ersten Schuljahr eine Förderung, zwei während eines Teils des Schuljahrs und drei während des gesamten Schuljahrs.
Am Ende des vierten Schuljahrs waren 46% in Teilförderung, 31% in Vollförderung und 23% im Normalunterricht.
Vier Schülerinnen (31%) kamen erst im letzten Schuljahr in die Klasse.

Nur drei Schüler hatten während der vier Jahre keine Statusänderung; zwei waren die gesamte Zeit über im Normalprogramm (EDHO und SEYI), einer in der Vollförderung (RANE). Die übrigen Schüler hatten mindestens eine oder zwei Statusänderungen. Ihr Sprachstand bewegte sich also an der Grenze des erkannten Förderbedarfs.


Literatur

Grießhaber, Wilhelm (2005) Zwischenbericht März 2005. Projekt "Deutsch und PC". Münster: WWU Sprachenzentrum; weitere Literatur