C-Testlogo Kohärenz von Noten, Syntaxprofil & C-Test in neun 3. Klassen
am Ende des Schuljahrs 2003/04


Grafik 1: SchülerInnen der Spitzengruppe mit C-Testwerten über 57 Punkten:

Spitzengruppe

DEU: Beurteilung der Deutschkenntnisse durch die LehrerInnen am Ende des Schuljahrs auf einer Skala von 1 bis 5
PRF: syntaktische Profilstufe in einem Text zu einem Bild am Schuljahrsende
C-Testwerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit um den Faktor 10 gekürzt

Familiensprache:
Deutsch: ANSE, LALA, REJU, KIYUF
Serbo-kroatisch: ALJEF, IVMA, ADBR, KRPR
Arabisch: LESB
Bengalisch: ILAL
Pakistanisch: ANCH
Türkisch: ANSA

Leistungsniveaus:

  • mindestens eine Nebensatzkonstruktion mit Verbendstellung (Stufe 4)
  • außer 2 Lernern haben alle Profilstufe 4 erreicht
  • 17% haben die beste Deutschnote
  • 67% haben die zweitbeste Deutschnote
  • 95% der C-Testpunkte

Die Profilwerte liegen in zwei Fällen unter den C-Testwerten und den Deutschnoten; in diesen Fällen kann die bildgestützte Textelizitierung das Potential der Lerner nicht ausschöpfen.

Muttersprache:

Immerhin 67% der SchülerInnen der Spitzengruppe sind nicht deutsche Muttersprachler; die Förderung hat auch nichtdeutschsprachige SchülerInnen zu guten Deutschkenntnissen geführt.

Förderstatus:

75% der SpitzenschülerInnen waren nie in der Förderung;
zwei SchülerInnen wurden während eines Teils des ersten Schuljahr gefördert; bei ihnen hat die initiale, massive Deutschförderung langanhaltende positive Resultate erzielt;
ein Schüler wurde während des gesamten ersten Schuljahres und während eines Teils des zweiten Schuljahrs gefördert; bei ihm war eine längere intensive Sprachförderung erforderlich.


Grafik 2: SchülerInnen der Schlussruppe mit C-Testwerten unter 40 Punkten:

Schlussgruppe

DEU: Beurteilung der Deutschkenntnisse durch die LehrerInnen am Ende des Schuljahrs auf einer Skala von 1 bis 5
PRF: syntaktische Profilstufe in einem Text zu einem Bild am Schuljahrsende
C-Testwerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit um den Faktor 10 gekürzt

Familiensprache:
Deutsch: DIVE, JOUL, MIVE (niederl.?), NAJOF (Gebärdenspr.)
Serbo-kroatisch: ADMEH, RANE
Albanisch: EDHO, BESVA
Bengalisch: ILAL
Polnisch: VIKOW, MIPEL
Türkisch: GÜBA, AYBA, SEBIR

Leistungsniveaus:

  • keiner hat Stufe 4 (Verbendstellung) erreicht;
  • 43% haben Stufe 3 (Inversion) erreicht;
  • 14% haben nur Stufe 2 erreicht, für 29% liegen keine Werte vor;
  • 42% haben die zweitniedrigste Deutschwerte;
  • bei der Schülerin MIVE klaffen Deutschwerte (5) und Profil (Stufe 2) sowie C-Test (39 Punkte) deutlich auseinander; sie wird von der Lehrerin als im letzten Halbjahr wenig motiviert charakterisiert, verweigert die Leistung, die Familienverhältnisse sind ungeklärt.

Die Profilwerte liegen in zwei Fällen unter den C-Testwerten und den Deutschwerten; in diesem Fall kann die bildgestützte Textelizitierung das Potential der Lerner nicht ausschöpfen.

Muttersprache:

71% der SchülerInnen der Schlussgruppe sind nicht deutsche Muttersprachler; zwei sind deutsche Muttersprachler mit ausgesprochenen Sprachentwicklungsproblemen, einer wechselt zur Erziehungshilfeschule.

Förderstatus:

38% der späteren ProblemschülerInnen erhielten im ersten Schuljahr keine Förderung;
eine Schülerin wurde während eines Teils des ersten Schuljahrs gefördert
drei SchülerInnen wurden während des ersten und zweiten Schuljahrs voll gefördert, zwei davon auch im zweiten und dritten Schuljahr; einer im zweiten voll und im dritten teilweise.

Am Ende des dritten Schulajahrs waren 29% in der Normalgruppe, 36% wurden teilweise gefördert und 21% wurden voll gefördert.
Vier SchülerInnen der Schlussgruppe kamen erst nach dem ersten Schuljahr in die Klasse und hatten im Vergleich zur Spitzengruppe höhere Schwankungen ihres Status.


Literatur

Grießhaber, Wilhelm (2005) Zwischenbericht März 2005. Projekt "Deutsch und PC". Münster: WWU Sprachenzentrum; weitere Literatur

Die C-Tests wurden freundlicherweise von Prof. Dr. R. Baur von der Uni Essen zur Verfügung gestellt